{"id":8,"date":"2011-03-22T01:39:48","date_gmt":"2011-03-22T01:39:48","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/?p=8"},"modified":"2011-03-22T01:39:48","modified_gmt":"2011-03-22T01:39:48","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/appaloosa.ch\/wordpress\/?page_id=8","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<p>Der Palouse-River ist ein kleiner Fluss, der sich von Nordwest-Idaho nach S\u00fcdost-Washington zieht und in den Snake River m\u00fcndet.<\/p>\n<table border=\"0\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\"><img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/uploads\/pferde\/geschichte\/chiefsm.jpg\" border=\"0\" \/><\/td>\n<td valign=\"top\">Als sich um 1870 die ersten Weizen-Farmer entlang diesem Fl\u00fcsschen ansiedelten, lebte nach \u00f6rtlichen \u00dcberlieferungen im unteren Bereich des Palouse-River ein Nez Perce Indianer, der eine riesige Herde gefleckter Pferde besass. Die Weizen-Farmer benannten seine Pferde der Einfachheit halber nach dem Fluss &#171;Palouse&#187; oder &#171;Palousey Horses&#187;. Bald gebrauchte man diesen Namen f\u00fcr alle gefleckten Pferde der Umgebung. Im Sprachgebrauch wurden die Worte &#171;A Palousey&#187; zusammengezogen und daraus &#171;A Palousey&#187; gemacht. Schliesslich gab man dem Pferd seinen heutigen Namen &#171;Appaloosa&#187;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die Nez Perce Indianer in den Staaten Washington, Oregon und Idaho wurden zu besonderen Liebhabern der Appaloosa. Sie z\u00fcchteten Reitpferde, die wertvoll und begehrt waren und suchten nur die besten Tiere f\u00fcr die Zucht aus. Historiker glauben, dass sie der einzige Indianerstamm waren, bei dem man von selektiver Zucht sprechen konnte. Sie behielten die intelligentesten und schnellsten Pferde f\u00fcr sich und tauschten die weniger begehrten ein.<br \/> Die Indianer glaubten an magische Kr\u00e4fte. Bei besonderen Anl\u00e4ssen wurde die siegreichen Pferde mit Federn, Schleifen und Farbklecksen bunt geschm\u00fcckt. Zu Kriegszeiten wurden die Pferde immer dekoriert. Jene Pferde, die von Natur aus mit einem eindrucksvollen Farbmuster ausgezeichnet und ausserdem schnell waren, wurden besonders gesch\u00e4tzt. Sie waren die idealen Kriegspferde, denn sogar bei \u00dcberraschungsangriffen waren sie bereits &#171;bemalt&#187; und w\u00e4hrend der K\u00e4mpfe konnten weder Schweiss noch Regen ihre Farbe verwaschen.<br \/> Das Erstaunliche ist, dass niemand den Nez Perce beibrachte, wie man eine Zuchtauslese trifft. Bereits zu dieser Zeit wurden die minderwertigen Hengste gelegt, J\u00e4hrlinge sondiert und die Zucht nur mit den besten Stuten und Hengsten betrieben.<br \/> Eines der wichtigsten Zuchtgebiete f\u00fcr Appaloosas war das Wallowa-Country im Nordosten Oregons. Hier hatte sich der H\u00e4uptling Chief Joseph mit seinem Stamm niedergelassen und dieser Zweig der Nez Perce war es, der mit seinen Appaloosa-Pferde in die Geschichte einging. Die Tapferkeit der Indianer und ihrer Pferde beeindruckte ganz Amerika.<\/p>\n<table border=\"0\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"1000%\" align=\"center\"><img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/uploads\/pferde\/geschichte\/ChiefJoseph.jpg\" border=\"0\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Am 15. mai 1877 gab General Howard den Befehl, dass Chief Joseph und seine Leute in das Lapwai Reservat in Idaho umziehen sollten. Auf dem Weg zum Reservat ereigneten sich mehrere tragische Zwischenf\u00e4lle zwischen Indianer und Siedlern. Die Konsequenz zwang die Nez Perce in einen Krieg, den sie nicht gewollt hatten und aus einen geplanten Umzug wurde f\u00fcr die Nez Perce und ihre Pferde ein Kriegszug. Von Fort Lapwai aus zog Captain Perry mit zwei Kavalleriekompanien aus, um das Indianercamp anzugreifen. Am 17. Juni 1877 \u00fcberfielen sie die Indianer kurz nach Sonnenaufgang. Etwa 65 Nez Perce k\u00e4mpften gegen 112 Soldaten und Captain Perry. Aber schon nach wenigen Minuten waren die Soldaten geschlagen. Sie mussten 34 Tote und 2 Verwundete beklagen, die Nez Perce hingegen &#171;nur&#187; 2 Verwundete.<br \/> Das war der Beginn einer Hetzjagd, die sich \u00fcber 3 1\/2 Monate hinzog. In dieser Zeit legten die Nez Perce mit ihren bepackten Appaloosas 1300 Meilen (2080 km) zur\u00fcck.<br \/> Doch die Niederlage kam am 5. Oktober 1877. Alle Appaloosas wurden beschlagnahmt, zum Teil get\u00f6tet, und der Rest in alle Winde verkauft.<br \/> Ausschnitt aus einem Armeebericht: &#171;Chief Joseph und seine Leute mit ihren aussergew\u00f6hnlich guten Pferden k\u00e4mpften gegen 10 verschiedene US-Kommandos in 13 Schlachten und Gefechten und bei fast jeder Begegnung siegten sie oder erk\u00e4mpften den Stillstand. General Sherman bezeichnete diese K\u00e4mpfe zurecht, als die aussergew\u00f6hnlichsten Indianerk\u00e4mpfe, \u00fcber die je berichtet wurde.&#187;<br \/> Der Neubeginn der Appaloosas kam mit der Gr\u00fcndung des Appaloosa Horse Club (<a href=\"http:\/\/www.appaloosa.com\/\">ApHC<\/a>) USA im Dezember 1938 in Oregon durch Dr. Francis Haines und Mr. Claude Thompson. Beide haben sich lange vorher bereits mit Appaloosas und deren historischen Daten befasst.<br \/> 1947 wurde die Gesch\u00e4ftsstelle des ApHC nach Moscow, Idaho, verlegt und war somit mitten im Herkunftsland des Appaloosa.<br \/> 1948 wurde das erste Stutbuch er\u00f6ffnet und die ersten Appaloosa-Shows abgehalten.<br \/> 1950 wurde der Appaloosa in den USA als eigene Rasse anerkannt.<br \/> Ausser dem Stammclub in den USA hat der <a href=\"http:\/\/www.appaloosa.com\/\">ApHC<\/a> angeschlossene Tochterverb\u00e4nde auf der ganzen Welt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Palouse-River ist ein kleiner Fluss, der sich von Nordwest-Idaho nach S\u00fcdost-Washington zieht und in den Snake River m\u00fcndet. Als sich um 1870 die ersten Weizen-Farmer entlang diesem Fl\u00fcsschen ansiedelten, lebte nach \u00f6rtlichen \u00dcberlieferungen im unteren Bereich des Palouse-River ein Nez Perce Indianer, der eine riesige Herde gefleckter Pferde besass. 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